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Entdecken Sie Fuerteventura!


Fuerteventura: die Urwüchsigkeit, die auf Sand, Stein und Strauchwerk reduzierte Landschaft inmitten des Ozeans, die herbe Symphonie aus fast weißem Strand, blauem Himmel, blaugrünem Meer, braungelber Steppe und grauschwarzem Geröll. Nichts ist hier von der üppigen Vegetation La Palmas oder der landschaftlichen Vielfalt Teneriffas zu erahnen, nichts vom quirligen Stadtleben auf Gran Canaria. Bis heute ist Fuerteventura mit nur 23 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dünnsten besiedelte der Kanarischen Inseln, und der Hauptort Puerto del Rosario eine Kleinstadt von gerade 25 000 Seelen. Eines freilich ist anders geworden als zu Unamunos Zeiten: Die Zivilisation hat Einzug gehalten. Als künstliche Oasen liegen sie da, die Feriensiedlungen aus weißen Bungalows oder die terrassenförmig an die Hänge geschmiegten Hotels, umgrünt mit Pflanzen, die ohne künstliche Bewässerung rasch verdorrt wären, ausgestattet mit Duschen und Diskotheken, Bars und Boutiquen. Nichts ist wie daheim, man braucht nur auf den Balkon zu treten. Einzig Sand, Himmel und Meer sind zu sehen, und zu hören ist nichts als das Geräusch des ewigen Windes. Gewiss sorgt die Hotelanimation heute für jede Menge Kurzweil, doch ist die Insel gerade auch deswegen beliebt, weil sie das ideale Kontrastprogramm gegen jede Reizüberflutung bietet. Hier gefährdet kein Besichtigungsstress die Erholung. Es gibt weder antike Gemäuer noch berühmte Kunstsammlungen. Dennoch sollten Sie auf einer Rundfahrt oder besser auf einer geführten Wanderung auch einmal die verborgenen Attraktionen der Insel aufspüren - ob Schluchten, Lavafelder oder Dorfkirchen -, die Ihnen den »Geist« der Insel nahe bringen. Oder eine Siesta in einem kleinen Fischerort oder einem Bergdorf. Denn in den älteren Ortschaften herrscht vor allem eines: Ruhe. Da sitzt man auf einer Bank vor der Dorfkirche unter schattigem Blätterdach, sieht einem Hibiskus beim Blühen zu, die Sonne malt helle Flecken aufs Pflaster, und die Zeit steht still. Man mag sich in die herrlichen Wanderdünen von Corralejo legen und sehen, wie der Wind die Sandkörner vor sich her bläst, oder zuschauen, wenn bei sinkender Sonne die Landschaft ihre Farben aufleuchten lässt: rostrote Hänge mit blassgrünen Streifen, graugrüne Flechten auf schwarzen Lavabrocken. Die Schatten wandern; fast nichts geschieht, und doch hat man etwas Großartiges erlebt.

Playa Barca

Dieser mittlere Abschnitt der Sandstrände, an deren Nordende die Costa Calma liegt, ist der schönste Teil der Playas de Sotavento. Hier hat sich hinter einer kaum 20 m schmalen, doch 4 km langen Nehrung eine bis über 100 m breite Lagune ausgebildet. Sie ist leicht zu durchwaten und fällt bei Ebbe weitgehend trocken. (Die Nehrung wird manchmal überflutet; passen Sie auf, dass Ihre Sachen nicht wegschwimmen!) Einzige größere Baulichkeit ist das Hotel Sol Gorriones. Die Playa Barca gilt als eines der besten Windsurfreviere der Welt. Jedes Jahr im Juli finden hier Weltmeisterschaften statt.

Entdecken Sie Gran Canaria!

Jeden Morgen das gleiche Bild: Männer machen sich mit Macheten zwischen Bananenstauden zu schaffen. Tomatenpflücker ernten duftende Früchte. Fischer tuckern in ihren Booten hinaus aufs Meer. Esel ziehen Pflüge durch Terrassenfelder in den Bergen. In den Straßen von Las Palmas staut sich der Verkehr - Gran Canaria beginnt den Tag. Oft fällt es schwer, in der Sonneninsel, die nur 150 km von Afrikas Küste entfernt liegt und von der es schon zu Homers Zeiten hieß, dort herrsche der »ewige Frühling«, eines der größten Touristenziele Europas zu erkennen. Ungeachtet der gut 3 Mio. Urlauber, die hier Jahr für Jahr Wärme und Erholung suchen, hat Gran Canaria nämlich seinen ländlichen, mediterranen Charme bewahrt. Ob San Nicolás im Westen oder Agüimes im Osten - in den meisten Orten folgt der Alltag einem gemächlichen Rhythmus. Eng scharen sich im Ortskern die Häuser um die Dorfkirche, die wie ein Hirte aus der Menge der quadratischen Flachbauten herausragt. Davor die schattige Plaza als Spielplatz für Kinder und Treffpunkt der Alten, die, in traditionelles Schwarz gekleidet, über den Lauf der Dinge räsonieren. Doch natürlich ist auch auf Gran Canaria die Zeit nicht stehen geblieben. Dörfer verwaisen. Neubausiedlungen locken mit mehr Platz und Abwechslung. Musste man sich früher in Stunden- oder Tagesmärschen nach Las Palmas aufmachen, führen heute gut ausgebaute Straßen dorthin. Selbst wer hoch in den Bergen wohnt, ist nun in weniger als einer Stunde in Gran Canarias Halbmillionenkapitale, in der es ebenso südländisch hektisch zugeht wie beispielsweise in Sevilla oder Málaga. Teror

Gäbe es den Titel des »kanarischsten« aller Orte, das 540 m hoch in der Nordcumbre gelegene Städtchen (12 000 Ew.) hätte ihn verdient. Architektur, Religiosität, kulinarische Genüsse - alles hat hier eine besondere Qualität: eine massive Basilika im Zentrum, um die sich der Ort eng zu scharen scheint; die stille Plaza del Pino davor, beschattet von einem uralten Lorbeer und eingerahmt von strahlend weißen Bürgerhäusern mit ihren gebleichten Holzbalkonen und den fleckigen Dachschindeln; die gepflegten Fassaden entlang der pittoresken Calle Real de la Plaza. Die gesamte Altstadt steht unter Denkmalschutz. Tejeda

Der 1050 m hoch gelegene Ort mit 2400 Einwohnern ist wohl der malerischste Gran Canarias und deshalb ein beliebtes Fotomotiv. Auf mehreren Hügeln und Plateaus liegt er am sonnendurchfluteten Südhang einer gewaltigen Schlucht. Hohe Berge rahmen Tejeda ein. Weiß getünchte Häuser mit grünen Fensterläden und hölzernen Balkonen betonen kanarische Traditionen. Gassen, Stiegen und Plätze umrahmen die aus dem Zentrum herausragende Kirche. Entlang der Hauptstraße spaziert man entspannt wie auf einer Promenade, selbstverständlich immer mit Panoramablick hinab ins Tal. Gegenüber liegt der Felsen Roque Bentaiga.

Entdecken Sie La Palma!

Wie ein Herz liegt die rund 700 km² große Insel, das entspricht etwa der Größe Hamburgs, am westlichen Rand des Kanarischen Archipels. Die Spitze des Herzens zeigt nach Süden, und im Norden hat es mit 29 km seine breiteste Ausdehnung. So stellt sich der Blick aus der Höhe dar, etwa auf einer Satellitenaufnahme aus den 1980er-Jahren, die hier und dort noch in öffentlichen Gebäuden an der Wand hängt. Nähert man sich mit dem Schiff, so bietet sich ein anderer Anblick: Als mächtiger Scherenschnitt erhebt sich die Insel abrupt aus dem Atlantik, und vom Seeniveau aus wirken die Höhenzüge - bis zu 2500 m steigen sie auf - noch gewaltiger. La Palma ist vulkanischen Ursprungs. Vor etwa 20 Mio. Jahren ist die Insel mit einer gewaltigen Eruption aus dem Ozean hervorgekommen. Der Vulkanismus hat Geografie, Flora und Fauna sowie das Leben der Menschen bestimmt. Heute schlummern die Vulkane; der letzte Ausbruch auf La Palma war 1971, als der Teneguía Feuer und Asche spie. Inselbesucher erwartet eine vulkanisch- gebirgige Landschaft, die überwiegend mit Kiefernwäldern und Kulturpflanzen bewachsen ist, jedoch auch einige nackte Vulkankegel mit zum Teil gewaltigen Lavaund Ascheausläufern aufweist. Auch einer der größten Erosionskrater der Erde ist zu bestaunen. Strände dagegen sind rar gesät. Refugio El Pilar

Von Las Breñas führt eine kurvenreiche, jedoch gut ausgebaute Straße über San Isidro auf die Cumbre Nueva. Auf der Cumbre liegt das Refugio El Pilar mit einem großen Grillplatz. Hier beginnen zahlreiche Wanderwege in den Wald oder auf die Cumbre mit ihren Vulkanbergen. Etwa 14 km von Breña Alta Roque de los Muchachos

Auf der Strecke Garafía-Santa Cruz geht es in endlosen engen Kehren in die Höhe. Nach 12 km Fahrt durch einen Kiefernwald und durch im Mai und Juni gelb blühende Ginsterfelder erreichen Sie den höchsten Berg La Palmas. Folgen Sie den Hinweistafeln (rechts am Verwaltungsgebäude des Observatoriums vorbei), so kommen Sie zum mit 2426 m höchsten Aussichtspunkt der Insel (Informationskiosk). Bei gutem Wetter reicht der Blick über die ganze Insel bis zum Berg Teide auf Teneriffa. In den Wintermonaten behindern häufig Eis oder abgerutschte Steine die Zufahrt, mitunter gibt es auch äußerst hinderlichen Schneefall. Achtung: Der Parkplatz beim Aussichtspunkt ist öfters Schauplatz von Autoaufbrüchen!

Entdecken Sie Lanzarote!

Schon beim Anflug kommt ein wenig Sciencefictionstimmung auf: Da taucht aus dem stahlblauen Meer plötzlich dieses Gebilde aus kahlen, beigegrauen Hügelketten auf, aus schwarzen Lavafeldern und Kratern, als ob ein wütender Titan einen Meteoritenschwarm hinabgeschleudert hätte, eine Mondlandschaft voll unwirklicher Farben und Formen, auf die schnell ziehende Wolken ihre Schatten werfen, gesäumt von der Gischt des anbrandenden Ozeans. Lanzarote ist schon auf den ersten Blick anders als die anderen Kanaren, die bereits in der Antike wegen ihres Klimas als »glückliche Inseln« galten. Doch welche Kräfte hier einst am Werk waren, die die viertgrößte der sieben Islas Canarias in eine unwirtliche Einöde verwandelten, erschließt sich Besuchern erst vom Boden aus. Als am 1. September 1730 die Katastrophe begann, notierte der Priester Andrés Lorenzo Curbelo aus dem Dorf Yaiza: »Zwischen neun und zehn Uhr abends öffnete sich die Erde am Timanfaya. In der ersten Nacht erhob sich ein enormer Berg aus dem Erdenschoß, aus dessen Spitze Flammen schlugen, die neunzehn Tage lang brannten. Ein Lavastrom floss über Timanfaya (...) nach Norden.« Fast sechs Jahre lang hielten die Vulkanausbrüche schließlich an und gehören damit zu den gewaltigsten der jüngeren Erdgeschichte.

Cueva de los Verdes

Die Cueva de los Verdes ist Teil eines 7,5 km langen Lavatunnels, des Túnel de la Atlántida. Die Höhle entstand beim Ausbruch des Monte Corona vor 5000 Jahren. Die gewaltigen Lavaströme, die damals dem Meer entgegenflossen, erkalteten an der Oberfläche schnell, während das Magma darunter weiterströmte. Als die Eruptionen aufhörten, flossen die Reste hinaus und hinterließen so auf verschiedenen Ebenen Gänge und Hohlräume, die zusammen 40 m Höhe erreichen und weit ins Meer hinausgehen. Zur Zeit der Piratenüberfälle diente die Cueva de los Verdes als Zufluchtstätte, da sie gut versteckt lag und einige Tausend Menschen fassen konnte. Im Jahr 1618 entdeckten algerische Freibeuter die Höhle durch Verrat und verschleppten Hunderte von Gefangenen in die Sklaverei. 2 km und 45 Minuten lang ist die geführte Tour durch die bizarre Welt im Innern der Lava. Raffinierte Beleuchtung und esoterische Musik lassen die Wanderung wie einen Traum erscheinen. Auf halbem Weg wird in einem weiten Auditorium Rast gemacht. Zum Schluss gibt's noch einen verblüffenden Effekt, der hier aber nicht verraten wird. Tgl. 10-17 Uhr, Eintritt 6,60 Euro (inklusive Führung). Ein Erlebnis sind die unregelmäßig stattfindenden Konzerte im Auditorium der Höhle (Tel. 928 08 12 53). Castillo de San Gabriel

Dem wuchtigen, kleinen Kastell sieht man sein Alter schon deutlich an. Bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jhs. wurde von dem Adligen Don Agustín de Herrera y Rojas mit dem Festungsbau begonnen, nachdem der berüchtigte algerische Seeräuber Dogali, der Türke genannt, Arrecife mehrfach schwer heimgesucht hatte. Der jetzige Bau stammt aus dem Jahr 1590. In dem Kastell ist ein sehenswertes Museum untergebracht. Gezeigt werden altkanarische Steinwerkzeuge, Gebrauchskeramik und sogar das komplette Skelett eines Ureinwohners. Vom Flachdach des Castillo aus hat man einen schönen Ausblick auf das Wahrzeichen der Stadt, die Kugelbrücke, und auf Arrecifes Hafenpromenade. Nach der vollständigen Renovierung voraussichtlich ab Ende 2004 wieder zu besichtigen.

Entdecken Sie Teneriffa!

Nein, von seiner Faszination hat er nichts eingebüßt. Flugzeuge umkreisen ihn in respektvollem Abstand, bevor sie zur Landung auf Teneriffa ansetzen. Schon aus großer Entfernung weist er den Weg zu seiner Insel, deren Wahrzeichen er ist. Oft trennt ihn eine dichte Wolkendecke von der Welt darunter. Dort oben herrscht nur er über eine lebensfeindliche Mondlandschaft - der König der Vulkane, der Pico del Teide. Immer hat er die Menschen beeindruckt, ja geängstigt. Noch 1909 gab es an seinem Nordhang einen Ausbruch. Schon durch die Legenden des Altertums geisterte eine Insel mit Namen Nivaria, die »Verschneite«, deren weiße Spitze Seefahrer von weitem sahen, ohne sie selbst entdecken zu können. Die Guanchen, die ersten Siedler Teneriffas, vermuteten hinter den Ausbrüchen des Teide den Zorn des Gottes Guayote. Kolumbus hielt Funken und Rauch, die von ihm aufstiegen, für ein böses Omen für seine erste Entdeckungsreise. Alexander von Humboldt bewunderte 1799, wie die ersten Sonnenstrahlen den Gipfel zum Strahlen brachten, während an der Küste noch Dunkelheit herrschte. Auf dem mit 3718 m höchsten Berg Spaniens beginnt und endet der kanarische Tag. Und es ist bei seiner Höhe auch nicht ungewöhnlich, dass er im Winter schneebedeckt ist - trotz der südlichen Lage der Kanaren. Teneriffa, die mit 2034 km² größte und vielfältigste der sieben »Inseln des ewigen Frühlings«, wie man die Kanaren schon zu Homers Zeiten nannte, begeistert durch Kontraste: Urlaub am Strand genießen; in Kiefernwäldern wandern; Wale im Atlantik beobachten; Badespaß am Tag, durchfeierte Nächte; traditionelle Feste erleben; durch moderne Shoppingcenter bummeln; seltsame Pflanzen entdecken; tauchen im Meer; klettern in Schluchten - all das ist möglich.

Icod de los Vinos
Es mag übertrieben erscheinen, einen Ort wegen eines einzigen Baums zu besuchen. Tausende tun es dennoch. Denn in Icod de los Vinos steht nicht nur ein Prachtexemplar der sagenumwobenen Dragos, sondern der Drachenbaum schlechthin. Der Drago Milenario hat zwar keine 1000 Lenze auf dem Buckel, wie der Name vermuten lässt, ist aber mit einem geschätzten Alter von 600 bis 800 Jahren der älteste Drachenbaum der Erde. Mit einem Stammumfang von 12 m und einer Höhe von über 14 m ist er auch an Größe unübertroffen. Er steht erhöht mitten im Ort in einer eingefassten Anlage, dem Parque del Drago. Auch Icod selbst, mit 23 000 Ew. fast schon eine Stadt, ist sehenswert. 1501 gegründet, erlangte der Ort schon bald wegen seiner fruchtbaren Weinhänge Ansehen. Noch heute zieren etliche bodegas die Gassen und Plätze der Altstadt, in der sich Menschen und Autoverkehr drängen. Aus Schutzgründen nicht zu besichtigen ist leider eine andere Attraktion Icods: die Cueva del Viento. Mit mehr als 14 km soll diese Höhle die zweitlängste der Erde sein - eine Vulkanröhre mit mehreren Ausgängen, die vor vielen Hundertausend Jahren entstand und eine endemische - also nur dort beheimatete - Fauna beherbergt, vor allem Insekten. Playa de las Teresitas

Auf 1 km Länge erstrahlt der künstlich aufgeschüttete Strand in blendendem Goldgelb, die angepflanzten Palmen werten ihn weiter auf. Damit die helle Pracht nicht gleich wieder weggewaschen wird, wurde ein Damm ins Meer hinaus gebaut. Touristen kommen selten an den kanarischsten aller Strände, 10 km nordöstlich hinter San Andrés, der sich immer am Wochenende mit Tagesbesuchern aus Santa Cruz füllt.

weitere Highlights in Kooperation mit Marco Polo

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Auszug aus dem Votello Reiseführer - www.votello.de - Last Minute Karibik

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