Geschichte der Dominikanischen Republik


Die Besiedlung

Die Besiedlung der karibischen Inseln erfolgte in mehreren Episoden vom südamerikanischen Festland aus. Die ersten Siedler der Insel waren die Siboneys, ca. 3000 v. Chr. in der Jungsteinzeit. Sie waren Jäger und Sammler. Ihr Name bedeutet Steinmensch. Den bekamen sie von den später eindringenden Taino-Indianer, einem Stamm der Arawaken. Die Tainos (kluger, guter Mensch) kamen im 1. Jahrhundert n. Chr. von der Nordküste Südamerikas. Sie nannten die Insel Quisqueya (Mutter Erde) und Aiti (Bergland).
Neben den Tainos lebten auf der Insel noch die Kariben, ebenfalls dem Stamm der Arawaken angehörig. Daher der Name Karibik. Die Kariben waren sehr agressiv und überfielen immer wieder die Tainos. Sie standen in ihrer Entwicklung weit hinter den Tainos. Das Wort Kannibale leitet sich von Karibe. Sie aßen tatsächlich ihre Gegner die sie töteten um eine Reinkarnation zu verhindern. Die gefangen genommenen Frauen und Kinder wurden in die Stämme integriert. So entstand ein Mischvolk, das sich Macories oder Ciguayos nannte.

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Die Tainos

Die Tainos entwickelten im Laufe der Zeit,eine eigenständige Kultur. Sie waren geschickte Handwerker und betrieben vor allem Ackerbau. Sie lebten in Dorfgemeinschaften Aldeas, und glaubten an Naturgötter. Angeführt wurden die Dorfgemeinschaften von einem Kaziken. Sie hatten eine große künstlerische Fertigkeit erlangt, besonders in der Verzierung und Bearbeitung von Tongegenständen. Die Werkzeuge und Jagdgegenstände waren aus Knochen, Stein und Holz. Metall kannten sie nicht, aber sie verwendeten Gold, um daraus Schmuck zu fertrigen, mit dem sich vor allem die Kaziken üppig behängten. Dies stachelte später die Goldgier der Spanier an. Die Tainos lebten in Monogamie. Sie waren sehr gläubig, und veranstalteten oft Rituale und Tanzfeste. Der Hauptgott war Cemi, Gott der Yucawurzel. Daneben gab es noch Guabancex, die Göttin der Hurrikane, die als göttliche Strafe angesehen wurden. Eine weitere wichtige gottheit war Yocahu, die Göttin der Fruchtbarkeit. Schriftzeichen gab es nicht.
Das Ende der Tainos kam mit den spanischen Eroberern die das friedliche Volk durch Sklaverei systematisch ausrotteten.

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Die Eroberung durch die Spanier

Bei seiner Suche nach einem westlichen Seeweg nach Indien stieß Christoph Kolumbus am 6. Dezember 1492 auf Hispaniola, die er zunächst La Isla Espanolanannte, was später Hispaniola wurde. Da Kolumbus sicher war in Indien gelandet zu sein, nannte er die Tainos Indios. Daher der Name Indianer. Die Eingeborenen berichteten ihm von Goldfunden im nördlich gelegenen Cibao. Auf der Suche nach einem Ankerplatz kenterte er vor dem Cap Haiten (heutiges Haiti) mit seinen 3 Schiffen. Die Eingeborenen kümmerten sich um die Schiffsbrüchigen. Kolumbus ließ aus den Holz eines der gekenterten Schiffe die erste Siedlung bauen und nannte sie la Navidad. Er segelte zurück nach Spanien und ließ 39 seiner Männer zurück. Am 28. November 1493 kehrte er zurück und fand die Siedlung in Schutt und Asche und seine Männer ermordet vor. Sie hatten sich an den Frauen der Tainos vergangen und geplündert. Nach mehreren Siedlungsversuchen hörte man von einem Gebiet mit reichen Goldvorkommen an der Mündung des Flusses Ozama. So wurde 1496 die erste Hauptstadt der Neuen Welt gegründet. Santo Domingo de Guzman. Verwalter wurde der Bruder Kolumbus Bartolome Colon

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Niedergang der Tainos

Es begann eine leidvolle Zeit für die Tainos. Die Spanier waren nur am Gold und Land interessiert und versklavten die Bevölkerung. Sie mußten auf Goldminen und Zuckerrohrfeldern arbeiten. Aufständische wurden massakriert. Seuchen und aus Europa eingeschlepte Krankheiten taten ihr Übriges. Die Zahl der 500.000 Tainos ging binnen kurzem zurück. 1503 kam es zu einem großem Aufstand unter der Kazikin Anacaona Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen und Anacaona wurde 1504 in Santo Domingo öffentlich hingerichtet. Ihr Nachfolger Enriquillo Guarocuya rief 15 jahre später erneut zum Widerstand auf. Der Krieg dauerte 14 Jahre, bis die Spanier 1533 nachgaben und den letzten lebenden 500 Tainos ihre Freiheit wiedergaben. Enriquillo Guarocuya wird als erster Freiheitskämpfer Amerikas gefeiert.

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16. bis 18. Jahrhundert

Mit der Zeit verlor Hispaniola an Bedeutung. In ihrer Goldgier suchten immer mehr spanische Siedler ihr Glück in Südamerika. Mexiko wurde erobert, um 1511 Kuba und 1535 das Inkareich im heutigen Peru. Engländer, Franzosen und Holländer überfielen immer wieder die Gold- und silbertransporte der Spanier. Die Piraten fanden im Nordwesten von Hispaniola gute Verstecke. 1664 köderte der damalige Gouverneuer d'Ogeron die Seeräuber mit Frauen aus Frankreich um sie seßhaft zu machen. Der Plan ging auf; die Piraten vermehrten sich schnell und legten den Grundstock für eine französische Siedlerwelle im westlichen Teil Hispaniolas, dem heutigen Haiti. Im Osten waren hauptsächlich die Spanier und das gebirgige Hochland trennte die beiden Völker.
1697 wurde der Vertrag von Rijswijk unterzeichnet, als dessen Folge die Insel bis heute geteilt ist. Im Westen das französisch sprechende Haiti. im Osten die spanisch sprechende Dominikanische Republik.

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Das 18. und 19. Jahrhundert

Die Kolonien lösten sich mit der Zeit von ihren Mutterländern. Die Französische Revolution brach aus und schwappte bis nach Hispaniola. 1791 kam es zum Aufstand der zahlenmäßig weit überlegenen Schwarzen. In ihrer Not ließen die französischen Siedler am 29 August 1793 ihre Sklaven frei. Anführer wurde der ehemalige Sklave Pierre Dominique Toussaint Breda, auch bekannt unter den Spitznamen Toussaint L'Ouverture. Er zog mit seinen Männern bis nach Santo Domingo zu den Spaniern und befreite ebenfals alle Sklaven. Napoleon Bonaparte wurde der schwarze Spartakus zu mächtig und er schickte 60 000 Mann auf die Insel und wieder für Ordnung zu sorgen. Toussaint L'Ouverture wurde gefangen genommen und starb in Frankreich im Kerker. Aber die Verluste der Franzosen waren groß. Am 1. anuar 1804 proklamierteJean Jaques Dessalines, der neue Schwarzenführer die Unabhängigkeit von französichen Saint-Domingue, das seitdem Haiti heißt. Die Stadt Santo Domingo konnte er nicht erobern, sonst wäre die Dom. Rep. heute auch französisch.

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Das 19. und 20. Jahrhundert

Auch vor dem spanischen Teil Hispaniolas machte die Unabhängigkeitwelle nicht halt. Der Ostteil hieß nun Spanisch-Haiti. Dem Präsidenten des französischen Haitis, Jean-Pierre Boyer mißfiel dies und er eroberte Santo Domingo. Die gesamte Insel wurde französisch. Die Franzosen begannen die spanische Bevölkerung zu unterdrücken. Heute noch herrscht eine latente Antipathie zwischen den beiden Völkern. Juan Pablo Duarte, Ramon Mellaund Francisco Sanchez gründeten den Geheimbund La Trinitaria. 1844 wurde Jean-Pierre Boyer gestürzt. Mella und Sanchez stürmten den Präsidentenpalast und riefen am 27. Februar 1844 die La Republica Dominicana aus. Pedro Santana, ein reicher Großgrundbesitzer mit eigenen Heer wurde Präsident. Aber wie überall auf der Welt, wenn Reiche aus der Wirtschaft so ein Amt ausüben, wirtschaftete er in die eigene Tasche. 1861 war die Republik wirtschaftlich ruiniert. um seine Korruption zu vertuschen bezichtete Santana seine ehemaligen Mitstreiter Mella, Sanchez und Duarte des Hochverrats und ließ sie einsperren. Um seine Macht zu sichern schloß er einen Pakt mit den Spaniern. Die freuten sich natürlich wieder ihre Fühler nach der Dom. Rep. ausstreckenzu können, und setzten ihn als Gouverneur ein. Das Volk rebellierte und vertrieb die Spanier erneut. Unter Senor Baez wurde die zweite Republik ausgerufen. 1892 wurde Ulises Heureaus Präsident. Er errichtete wieder eine Diktatur und hinterließ nach seiner Ermordung 40 Mio. Dollar Schulden.
1905 wurde ein Vertrag mit der USA geschlossen, der die Finanzhoheit an Amerika übertrug.
1916 besetzten die Amerikaner die Insel und das dominikanische Militär wurde entwaffnet.
1924 verließen die Amis die Insel.
1930 gewann durch Betrug und mit Hilfe der Amerikaner General Rafael Trujillo die Wahlen. Er errichtet ebenfalls eine Diktatur und regierte mit Hilfe seines Bruders Hector Bienvenido bis zu seiner Ermordung 1961. Bereits 1960 wurde Joaquin Balaguer zum Präsidenten gewählt.
1962 tritt Balaguer zurück und Juan Bosch wird Staatspräsident.
1963 stürzt das Militär Juan Bosch.
1965 intervenieren nach Unruhen die USA erneut und marschieren ein.
1966 wird Balaguer mit Hilfe der USA wieder zum Präsidenten gewählt. Er regierte vorerst bis 1978.
1978 gewinnt Antonio Guzman die Präsidenschaftswahlen.
1982 wird Salvador Jorge Blanco präsident.
1986 gewinnt nach blutigen Wahlkampf wieder Balaguer die Wahlen. Inder nach folgenden Zeit kommt es immer wieder zu Unruhen und gewalttätigen Auseinandersetzungen.
1990 gewinnt Balaguer, inzwischen 83 Jahre alt, wieder durch Manipulation die Wahlen. Es kommt immer wieder zu Straßenschlachten mit Demonstranten und polizei
1994 gewinnt natürlich wieder durch Manipulation erneut der 87 jährige, erblindete Balaguer die Wahlen und regiert noch zwei Jahre.
1996 wird Leonel Fernandez Reyna zum Präsidenten gewählt
2000 - 2004 war Meija Präsident
Zur Zeit ist Präsident Fernandez mit der PLD Staatschef aber Meija steuert auf eine erneute Präsidentschaftskandidatur 2008 zu

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